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Die Erfindung des Bikinis
Ein Bikini ist ein zweiteiliges Kleidungsstück, bestehend aus BH und Höschen, welches man zum Baden anzieht. Benannt wurde er 1946 nach dem Bikini-Atoll im Pazifischen Ozean. Vier Tage später lief in Paris das erste Model mit einem Bikini über den Laufsteg. Die Entrüstung über dieses so wenig Haut bedeckende Kleidungsstück war zunächst groß. Immer mehr Frauen waren jedoch froh, sich aus dem engen Korsett der vorherigen Jahre befreien zu können und trugen ab den 1960er Jahren öffentlich Bikinis. Heute hat der Bikini den Badeanzug fast vollständig abgelöst. Kaum jemand trägt heute noch einen Badeanzug am Strand. Frauen jeden Alters und mit jeder Figur tragen Bikinis, oft sogar ohne das Oberteil, um eine nahtlose Bräune zu bekommen.
Unterschiedliche Bikiniformen
Die klassische Bikiniform ist wie gewöhnliche Unterwäsche geschnitten: Oberteil in BH-Form und normaler Slip. Beim Triangel-Bikini sind die BH-Cups dreieckig geschnitten und werden mit einem Band im Nacken gebunden. Für größere Oberweite oder zum Sport bietet sich das Bustier-Oberteil an: ein gerade geschnittenes Top mit breiten Trägern, das unterhalb der Brust endet. Frauen mit kleinerer Oberweite können auch Bikinioberteile ganz ohne Träger anziehen. Beim Höschen sind alle Formen möglich, die es auch bei Dessous gibt: Slip, Panty und String-Tanga. Meist haben Hose und Oberteil des Bikinis das gleiche Muster, aber es gibt auch Serien, bei denen sich gemusterte und einfarbige Teile nach Belieben kombinieren. Das ist auch für Frauen, die oben und unten verschiedene Größen tragen, praktisch.
Andere Bikiniformen
Mittlerweile gibt es zwischen Bikini und Badeanzug noch mehrere andere Formen, zum Beispiel Tankini oder Monokini. Der Tankini ist ein Zweiteiler mit einem Tanktop als Oberteil und normaler Bikinihose. Ein Monokini ist ein einteiliger Badeanzug mit großzügigen „Cut-outs“, also eher ein Bikini, der an ein bis zwei Stellen noch mit dünnen Stoffstreifen zusammengehalten wird. In Lateinamerika hat sich inzwischen sogar ein so genannter Microkini durchgesetzt. Ein extrem knapp geschnittener Bikini, der kaum noch etwas bedeckt. Das Gegenteil davon wird jetzt in westlichen Ländern für muslimische Frauen angeboten: der Burquini. Das Wort setzt sich aus Burka, dem Ganzkörperschleier der Frauen, und Bikini zusammen. Dieser Schwimmanzug mit integriertem Kopftuch soll auch Frauen des Islam das öffentliche Baden ermöglichen, ohne ihre religiösen Normen zu verletzen.
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