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April 23rd, 2009 at 11:55

Unterröcke prägten die Damenmode

Früher galt es als Statussymbol, möglichst viele und edle Unterröcke zu tragen, die oft auch durch Reifen oder Stäbe verstärkt waren und so dem Überrock eine besondere Form verliehen. Das Design von Unterröcken wandelte sich im Laufe der Zeit. Im 17. und 18. Jahrhundert trugen Frauen den “Panier”, einen ovalen Unterrock, der von vorn betrachtet sehr breit und von der Seite gesehen schmal war. Später bürgerte sich der “Cul de Paris” ein, auf Deutsch “Pariser Po”. Diese Unterröcke verliefen an den Beinen eher gerade, zeichneten sich aber durch einen Korb hinten an der Hüfte aus, der den Po der Frau sehr betonte. Diese Modelle waren sehr unpraktisch, da sie die Beweglichkeit einschränkten und noch dazu teuer waren – daher blieben sie den Damen der oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten. Weniger betuchte Frauen setzten auf einfache Unterröcke. Mit der Zeit verloren Unterröcke an Bedeutung, weil die Damenmode zunehmend figurbetonter wurde und die Beine nicht mehr aus Gründen des Anstands verborgen werden musste. Ein Revival erlebte der Unterrock in den 50er-Jahren: Unvergessen sind die bauschigen Petticoats, die mit Zuckerwasser gestärkt wurden.

Tipps zur Farbwahl der Unterröcke
Moderne Unterröcke sind schmal geschnitten und bewirken, dass der Überrock oder das Kleid darüber schöner fällt und nicht an der Strumpfhose hängen bleibt. So legt sich der Überrock ohne Zupfen, wenn Sie aufstehen. Frauen sollten sie außerdem unter Kleidung aus hellen oder transparenten Stoffen tragen, da sie blickdicht sind. Die Farbe der Unterröcke sollte zur Oberbekleidung passen, zumindest helle und dunkle Stoffe sollten nicht miteinander kombiniert werden. Praktisch unsichtbar ist ein Modell im Farbton der Oberbekleidung oder der Haut, auch wenn hautfarbene Wäsche vielleicht nicht unbedingt Ihr Favorit ist.

Unterröcke können auch als modisches Element dienen
An dieser Frage scheiden sich die modischen Geister: Dürfen Unterröcke zu sehen sein? Bei Businessmode ist die Antwort darauf ein klares Nein. Die Freizeit- und Abendmode versieht Kleider und Röcke jedoch gern mit Unterröcken in Kontrastfarben und Spitzenbesatz, die Akzente setzen. Machen Sie es den Designern nach und verleihen Sie Ihrer Garderobe das gewisse Etwas, indem Sie Ihre Kleidung mal mit Unterröcken in unterschiedliche Farbtönen und mal durch Modelle mit romantischen Verzierungen wie Spitze und Stickereien aufwerten. Durch das Tragen mehrerer Modelle übereinander lässt sich auch der modische Lagen-Look kreieren. Für Trachten hingegen gibt es zwar spezielle Unterröcke, traditionell sind sie jedoch in der Regel nicht zu sehen. Moderne Varianten des Dirndls setzen sie jedoch häufig als dekoratives Element ein.


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