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Welche Frau träumt nicht davon, einmal Korsetts zu tragen? Eine zauberhafte Taille à la Marilyn Monroe zu haben, gehört zum zeitlosen Schönheitsideal. Leider sieht die Realität meistens anders aus und dort, wo sich der Körper – auch ohne Korsetts – eigentlich mit wundervollen Kurven präsentieren sollte, offenbaren sich die vergangenen Schoko-Sünden und andere Pölsterchen. Korsetts sind eine elegante Möglichkeit, trotzdem in den Genuss einer Wespentaille zu kommen. Dabei kann man sich entweder für „unsichtbare“ Korsetts unter der Kleidung oder für Modelle, die über Kleidern oder Blusen getragen werden, entscheiden. Das Ergebnis ist in beiden Fällen ein wohlgeformter Körper, der durch die Korsetts gleichzeitig gestützt wird. Doch Vorsicht: Wenn Korsetts dauerhaft getragen werden, kann dies dazu führen, dass sich die Rücken- und Bauchmuskeln zurückbilden, da diese dann nicht mehr beansprucht werden.
Korsetts gibt es schon seit dem 16. Jahrhundert. Es existieren von diesen frühen Miedern zwar keine Abbildungen mehr, die Gemälde und Portraits der Zeit weisen aber auf Korsetts hin, da ohne sie eine solche Körperform, nicht möglich gewesen wäre. Sie wurden damals noch Schnürbrüste oder -leiber genannt. Erst im 18. Jahrhundert bekamen Korsetts ihren Namen und die Aufgabe, die Brust anzuheben, den Taillenumfang zu reduzieren und Bauch beziehungsweise Hüften zu formen. Fortan waren Sie aus der Mode nicht mehr wegzudenken. Leider zeigte sich aber schon bald, dass das ständige Tragen von Korsetts fatale Auswirkungen auf den Knochenbau und die Organe der Trägerinnen haben konnte. Sie verursachten zum Beispiel eine Komprimierung und Verlagerung von Magen, Leber und Darm oder die Verformung des Skeletts. Seit dem 20. Jahrhundert werden solche extremen Korsetts aber nicht mehr getragen.
Heutzutage sind Korsetts kein Muss mehr, wenn man den eigenen Körper formen will. Hier bieten sich viele Alternativen an, beispielsweise Mieder und Bodys aus Hightech-Materialien. Korsetts spielen dennoch wieder eine wichtige Rolle in der Mode. Oft sieht man sie im Bereich der Gothic-Mode oder natürlich bei historischen Kostümen. Hier werden meist sogenannte Vollbrust – Korsetts verwendet. Als versteifendes Material wird dabei am häufigsten Federstahlband eingesetzt. Auch in der Alltagsmode sind Korsetts salonfähig geworden, meist in Form einer Corsage. Im Gegensatz zum Korsett, formen sie den Körper aber nur geringfügig und dienen in erster Linie der Optik.
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